Nein! – zur Bundeswehr-Werbung

Wer Zeit hat, sollte am Donnerstag gegen 7.45 Uhr zum Hofeingang des Goethe-Gymnasiums Weimar in die Humboldtstraße kommen.
Am Donnerstag, den 23. Juni wirbt die Bundeswehr einmal mehr für die berufliche Laufbahn in der Bundeswehr. Damit werden die Schüler des Goethe-Gymnasiums einseitig über militärische Mittel der Konfliktbewältigung informiert. Wir kritisieren an dieser Werbekampagne, dass im Gegensatz dazu die Friedenserziehung zu kurz kommt bzw. die vielversprechenden Tätigkeiten der Gewaltprävention  und Konfliktbearbeitung durch Peacemaker überhaupt nicht ins Gespräch kommen.
Der Glaube an die Wirksamkeit von Gewalt muss abgelöst werden von der Überzeugung - und der Erfahrung - , dass gewaltfrei erreichte Vereinbarungen möglich und dauerhafter sind. Es geht darum, in der großen Politik wie in der kleinsten Schule eine neue Friedenskultur zu schaffen.
Die Frage, wie man in der Schule eine gute Atmosphäre erzeugt, in der niemand ausgegrenzt, ausgelacht oder beleidigt wird, findet auch eine Antwort  im Verhältnis der Schule zur Bundeswehr, die zunehmend ihren Sinn aus der Bereitstellung von Feindbildern und Kriegsspielen bezieht.
Wir fordern die Schuldirektoren der Stadt Weimar auf, die Werbungen für die Bundeswehr nicht mehr zuzulassen und stattdessen eine wirksame Friedenspädagogik in den Schulen aufzubauen.
Olaf Weber
Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar