Rosse, Reiter und ein Denkmal gegen Atombomben

Teilnehmer des „Friedensrittes 2019“ demonstrierten am 23. Juli auf dem Platz der Demokratie in Weimar gegen die atomare Rüstung. Zu ihnen gesellte sich auch der Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar Eisenach, der große Förderer der Kultur und Freund von Goethe. In der Performance der Initiative "Welt ohne Waffen" wurde sein Reiterstandbild zum Schirmherr dieser Aktion berufen. Einer dieser Akteure sagte: „Wir haben ihm im Widerspruch zu dem Säbel, den er auch trägt, einfach eine Standarte der Friedensbewegung in die Hand gedrückt. Sein Pferd hebt den einen Huf etwas an und darunter liegt eine Atombombe. Wir haben den Eindruck, Dass das Pferd diese gefährliche Bombe mit einer pazifistischen Geste zertritt. In Büchel (Pfalz) liegen die Originale dieser Waffen, nicht aufblasbar sondern scharf. Es sind die letzten 20 Atombomben der US-Armee, die immer noch in Deutschland lagern. Wir fordern ihren Abzug“, noch besser: ihre Zerstörung.
Der Sockel des großen Reiter-Denkmals auf dem „Platz der Demokratie erhielt eine neue Aufschrift: „Reiter gegen Atombomben, das Publikum war begeistert. Dazu wurden Anti-Kriegs-Texte von Hermann Hesse vorgetragen und ein Holzschnitt von Walther Klemm „Der Krieg“ gezeigt. Auf ihm ist ein Reiter mit seinem Pferd zu sehen, beide mit Gasmasken.