6.8.22 – Gedenken an die Opfer von Hiroshima und Nagasaki + Mahnung an den Atomwaffenverbotsvertrag

Sammlung von Unterschriften zur Unterstützung des Atomwaffenverbotsvertrages

Das lebendige Denkmal"Taube und Bombe" begleitet die Gedenk- und Informationsveranstaltung.

Die Opfer mahnen – Gedenken an Hiroshima und Nagasaki in Weimar

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort, fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. Die noch lebenden Opfer des Angriffs werden in Japan als „Hibakusha“ bezeichnet und leiden an den Folgen der Verstrahlung bis heute.

In New York findet vom 1. bis 26. August, die 10. Überprüfungskonferenz des 1970 unterzeichneten Nichtverbreitungsvertrags für Atomwaffen (NVV) bei den Vereinten Nationen statt. UN-Generalsekretär António Guterres:

„Die Welt befinde sich in einer Zeit nuklearer Gefahr, wie es sie seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat. Die Menschheit läuft Gefahr, die Lehren zu vergessen, die in den schrecklichen Feuern von Hiroshima und Nagasaki geschmiedet wurden. Die Welt ist nur ein Missverständnis oder eine Fehlkalkulation von der nuklearen Vernichtung entfernt“.

Am 77. Jahrestag des US-Atombombenabwurfs auf Hiroshima fanden bundesweit mehr als 100 Friedensveranstaltungen statt, so auch in Weimar auf dem Goetheplatz. Die Initiative „Welt ohne Waffen“ und Attac Weimar rufen, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn die Bundesregierung auf, konsequent gegen die anhaltende atomare Bedrohung vorzugehen und sammelte dafür Unterschriften. Die in der Bundesrepublik stationierten US-Atomwaffen sollen abgezogen werden und die BRD soll dem Atomwaffenverbotsvertrag schnellst möglichst beitreten. Weltweit gibt es noch immer rund 13.000 Atomwaffen, darunter etwa 1.800, die in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden.

Herzlichen Dank an die Organisatorin Katja von Initiative „Welt ohne Waffen“, Michael von Attac Weimar, Nikolaus für seine Fragen an die Teilnehmer: Wie hoch ist das Risiko eines Einsatzes von Atomwaffen im Russland-Ukraine Krieg? Dank auch an Juri, die Friedenstaube auf dem Denkmalsockel und Frieder für seine Friedenslieder.

"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen." Albert Einstein

Stanislav Sedlacik / attac Weimar