Wie skrupellose Waffenhändler, Politiker, Rüstungsmanager und Banker Geld mit Kriegen verdienen –
und wie wir mit dem GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE dem weltweiten Waffenhandel erfolgreich entgegentreten

VORTRAG UND DISKUSSION MIT JÜRGEN GRÄSSLIN

Jürgen Grässlin

FREITAG, 27. APRIL   -   19:30 UHR   -   MON AMI WEIMAR

Zurzeit toben weltweit mehr als 30 Kriege und bewaffnete Auseinander-setzungen. Von Kriegen und Bürger-kriegen profitierten allen voran die Rüstungsproduzenten und -exporteure in den USA, Russland, China, Frankreich und Deutschland. Das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI dokumentiert, dass das weltweite Rüstungsexportvolumen von 2002 bis heute um mehr als 50 Prozent gesteigert wurde. Unterstützt wird diese Entwicklung von Regierungen, die von Frieden reden und zugleich Kriege ermöglichen.

Gemordet wird mit den Kriegswaffen des Nordens allen voran in Ländern des Südens: in Afrika, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Lateinamerika. Millionen von Menschen wurden bereits getötet, verstümmelt und traumatisiert, ganze Landstriche verwüstet. Die Natur und Infrastruktur ganzer Staaten wurde und wird zerstört. Unzählige Menschen werden in die Flucht getrieben.

Jürgen Grässlin bringt Licht ins Dunkel des weltweiten Waffenhandels und er beantwortet die zentralen Fragen: Wie werden Kriege durch Waffenhandel eingeheizt und verlängert? Wer profitiert vom Geschäft mit dem Tod? Was muss sich ändern, damit Waffenexporte in Krisen- und Kriegsgebiete gestoppt werden? Wie kann das neue weltweite Netzwerk GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE einen weltweiten Stopp des Waffenhandels befördern?

Jürgen Grässlin ist Sprecher der Kampagne »Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!«, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), Sprecher der Kritischen AktionärInnen Daimler
(KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär- und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. Zuletzt verfasste er das »Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient« und das »Netzwerk des Todes. Die kriminellen Verflechtungen von Waffenindustrie und Behörden«.

Grässlin wurde mit bislang zehn Preisen für Frieden, Zivilcourage, Medienarbeit und Menschenrechte ausgezeichnet, u.a. mit dem »Aachener Friedenspreis«. Zuletzt wurde er mit dem »GRIMME-Medienpreis« und dem »Marler Medienpreis Menschenrechte« von Amnesty International geehrt.

Eine Veranstaltung der Initiative WELT OHNE WAFFEN Weimar und der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V.

Flyer Jürgen Grässlin

 

Abrüsten statt aufrüsten!

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewaltherrschaft

In einer Zeit voller kriegerischer Gewaltakte und neuer Drohkulissen, die die Menschheit wieder an den Rand der nuklearen Katastrophe führen können, braucht es eine starke, sichtbare Friedensbewegung. Wir rufen deshalb partei- und konfessionsübergreifend zum Ostermarsch 2018 auf und werden für ein Ende der Kriege in Syrien, Afghanistan und anderen Ländern auf die Straße gehen.

Wir fordern den Beitritt Deutschlands und der anderen NATO-Staaten zum UN-Vertrag vom Juli 2017 zur Abschaffung aller Atomwaffen sowie das Verbot von Killerdrohnen!

Die von der NATO geforderte Erhöhung der Rüstungsausgaben verschärft die internationalen Spannungen und behindert nötige Investitionen in Bildung, Gesundheit und Kommunen. Dies geschieht, obwohl die Bundesrepublik aktuell durch kein Land bedroht ist.

Wir fordern Steuergelder für Schulen, Krankenhäuser und die Beseitigung von Kriegsschäden in den betroffenen Ländern statt für Gewehre, Panzer und immer neue Waffensysteme auszugeben!

Wer Profite aus Rüstungsexporten und Waffendeals mit Diktaturen zieht, versündigt sich am Frieden. Die Umgehung der Rüstungskontrolle durch die Auslieferung ganzer Produktionsanlagen für todbringende Waffen zeigt erneut die Fehler in der Außen- und Sicherheitspolitik unseres Landes.

Wir fordern einen Stopp der Rüstungsforschung an unseren Hochschulen, die Beschreitung von Wegen zur Konversion (zivilen Umrüstung von Produktion) und die Durchsetzung der Exportverbote in Krisengebiete und Länder mit einer aggressiven Innen- und Außenpolitik!

Die Missachtung des Völkerrechts und die Entsendung von Truppen in alle Ecken der Welt lösen keine Konflikte, sondern verschärfen sie und schaffen neue Anlässe für Gewalt. Nur zivile Konfliktlösungen und rechtstaatliche Prinzipien führen zur Überwindung und Aufarbeitung von Völkermord und Kriegsverbrechen.

Wir fordern eine Kehrtwende in der Außenpolitik hin zu einer europäischen Friedenspolitik ohne Militäreinsätze und die Rückkehr zum reinen Verteidigungsauftrag der Bundeswehr!

Krieg, Gewaltherrschaft und Vertreibung sind immer dann an der Tagesordnung, wenn sich Menschen durch Propaganda und Ideologien aufhetzen lassen und Menschenrechte systematisch missachtet werden. Niemand begibt sich freiwillig auf die Flucht.

Wir fordern, die Fluchtursachen zu bekämpfen und humanitäre Hilfe für alle Menschen in Not sicher zu stellen!

Nur wenn wir schweigen, kann die Kriegstreiberei die Oberhand behalten. Deswegen: Teilnahme am Ostermarsch 2018 in Thüringen!

  • Erfurt – 29. März, 15 Uhr – Am Anger
  • Ohrdruf – 31. März, 11 Uhr – Kirche
  • Gera – 31. März, 10 Uhr – Bachgasse
  • Jena – 31. März, 14 Uhr – Holzmarkt

Koordinierungskreis / Thüringer Ostermarsch-Bündnis
c/o Eugen-Richter-Straße 44, 99085 Erfurt
Kontakt: ostermarsch-thueringen@gmx.de
www.ostermarsch-thueringen.jimdo.com www.facebook.com/ostermarschthuer

Ramstein Foto 1, Demo, Menschenkette

Informationsveranstaltung mit Vortrag, Aufruf und Gespräch zur Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN vom 24. Juni bis 1. Juli 2018 in Ramstein mit Reiner Braun

Zeit und Ort: Freitag, 23. März 2018, 19 Uhr, Mon Ami Weimar, Goetheplatz

Herzliche Einladung an alle Freundinnen und Freunde des Friedens!

Der US-Militärstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz ist von zentraler Bedeutung für die Durchführung völkerrechts- und grundgesetzwidriger Angriffskriege und Drohnenmorde. Drohnen-Tötungen mutmaßlicher gegnerischer Kämpfer ohne Gerichtsverfahren sind extralegal und erfolgen lediglich auf Verdacht hin. Die übergroße Mehrzahl der Opfer sind unschuldige Zivilisten. Der Drohnenkrieg erfolgt unter Nutzung deutscher Infrastruktur und mit Beihilfe der deutschen Bundesregierung, die die extralegalen Tötungen stillschweigend duldet. Das illegale Töten muss beendet werden!

Foto US-Drohne

Die Kampagne STOPP AIR BASE RAMSTEIN engagiert sich seit Sommer 2015 für ein Ende des Drohnen-Mordens. Ihre wichtigste Forderung ist die Schließung der Satelliten- Relaisstation auf der Air Base, um den Drohnenkrieg von deutschem Boden zu stoppen. Langfristiges Ziel ist die gänzliche Schließung des Militärstützpunktes als einem Zentrum desMilitarismus. Vom 24. Juni bis 1. Juli 2018 finden dort erneut Proteste, ein Friedenscamp, eine Friedensakademie und eine große Demonstration statt. Wir alle sind als Teil der Zivilgesellschaft dazu aufgerufen, von der Bundesregierung die Beendigung des US- Drohnenkrieges von Deutschland aus zu fordern.

Der langjährige Friedensaktivist Reiner Braun, ehemaliger Geschäftsführer der International Association of Lawyers against Nuclear Arms, Co-Präsident des International Peace Bureau in Genf und Mitglied des Koordinierungskreises von STOPP AIR BASE RAMSTEIN, wird über die Bedeutung der Air Base Ramstein sprechen, die Kampagne vorstellen und zur Teilnahme einladen.

Eine Veranstaltung der Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar zusammen mit attac Weimar sowie "Der große Frieden" und "Ourchild Gemeinnütziger e.V. Internationales Kinderhilfswerk" Bad Sulza

Download des Flyers: Flyer Stoppt den Drohnenkrieg von deutschem Boden!

Olaf Weber und Markus Schmidt von der Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar nahmen an der Demo gegen die "Münchner Sicherheitskonferenz" am 17.02.2018 teil.
Olaf Weber und Markus Schmidt von der Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar nahmen an der Demo gegen die "Münchner Sicherheitskonferenz" am 17.02.2018 teil.

Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz (Siko) am Wochenende in München wurde erschreckend deutlich, wie sehr die dort versammelten Staats- und Regierungschefs, Außen- und Verteidigungsminister, Militärstrategen und Rüstungskonzern-Chefs angesichts zunehmender Krisenherde weltweit in einem Denken von Konfrontation, militärischer Aufrüstung und Eskalationsbereitschaft befangen sind. Versuche, bestehende und drohende Konflikte durch eine Politik der Entspannung und des Aufeinander-Zugehens zu entschärfen und friedlich zu lösen, waren nicht erkennbar. Stattdessen setzt man auf rasante Militarisierung, Abschreckung und manch einer droht sogar mit militärischer Eskalation. Die NATO erklärt der Weltöffentlichkeit, der Westen müsse militärisch nachrüsten, weil Russland und China mit ihrer Aufrüstung eine Bedrohung für uns darstellen würden. Tatsache ist jedoch, dass die Rüstungsausgaben Russlands und Chinas nur einen Bruchteil derjenigen der NATO ausmachen. So werden Feindbilder aufgebaut, um die eigene Militarisierung zu rechtfertigen. Doch Aufrüstung ist keine Friedenspolitik. Sie dient der Sicherheit von niemandem. Stattdessen erhöht sie die Kriegsgefahr und führt die Welt näher an den Abgrund.

Auf der „Sicherheitskonferenz“ geht es nicht um friedliche Lösung von Konflikten oder um die Sicherheit für die Menschen auf der Welt. Stattdessen ist die Siko ein Forum zur Rechtfertigung der NATO, ihrer Rüstungsausgaben und ihrer völkerrechtswidrigen Kriegseinsätze, die der Bevölkerung als „humanitäre Interventionen“ verkauft werden. Den NATO-Strategen auf der Siko geht es darum, mit militärischer Stärke die wirtschaftliche Vormachtstellung des „Westens“ zu sichern. NATO-Staaten sind hauptverantwortlich für die letzten Kriege in Afghanistan, Irak, Libyen und sie sind wesentlicher Akteur in Syrien und Kurdistan. Mit ihren Militäreinsätzen sollen Regierungswechsel erzwungen und Profite von Rüstungskonzernen, Zugang zu Rohstoffen und Absatzmärkten sowie die Nachfrage nach Waffen gesichert werden. Durch die Kriege der NATO werden die Lebensgrundlagen und somit jegliche soziale Sicherheit in den betroffenen Regionen zerstört und hunderttausende Zivilisten getötet.

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Ein breites Aktionsbündnis (Anti-Siko) hatte unter dem Motto „FRIEDEN STATT AUFRÜSTUNG! NEIN ZUM KRIEG!“ zur Demonstration gegen die NATO- Kriegs-Strategen aufgerufen. Gefordert wurden ein Nein zur Aufrüstung, die Kürzung des Militäretats, die Beendigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, eine Welt ohne Militär, das Ende der Produktion von Kriegswaffen und die Konversion auf zivile Güter, ein Stopp aller Waffenexporte, insbesondere an die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und in andere Krisengebiete, ein Verbot der Verlagerung von Rüstungsproduktion ins Ausland, der Beitritt zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag sowie die Abschaffung der in Deutschland stationierten Atomwaffen, die Beendigung des ständigen Bruchs des Völkerrechts durch illegale Angriffskriege, die Auflösung aller US- und NATO-Militärstützpunkte in Deutschland, keine Beteiligung an den US-Drohnenmorden (via Ramstein und Africom), der Austritt Deutschlands aus der NATO und allen Militärstrukturen der EU, kein Konfrontationskurs mit Russland, Solidarität mit Flüchtlingen (Fluchtgründe beseitigen, nicht verursachen) sowie Investitionen in soziale Sicherheit, Nachhaltigkeit und Frieden statt Milliarden für Aufrüstung und Krieg.

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Auf der Abschlussveranstaltung auf dem Münchener Marienplatz sprach sich u.a. Jürgen Grässlin leidenschaftlich gegen Rüstungsexporte und für Abrüstung aus. Die Reden von Jürgen Grässlin (Sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sowie der Kampagne "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel!" und Autor von „Schwarzbuch Waffenhandel“) und Christine Buchholz (MdB, Die Linke) könnt Ihr Euch hier ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=4LKc1MZGoR4

https://www.youtube.com/watch?v=xBfMhmNKbM4

Und hier noch eine kurze Reportage von der Demo:

https://www.youtube.com/watch?v=ExZoOZju6Nk

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Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar

 

Stellungnahme der Initiative „Welt ohne Waffen“ zum Jahrestag der Bombardierung Weimars am 9. Februar 1945

An jedem Jahrestag der Bombardierung Weimars am 9. Februar 1945 kommt die Erinnerung an den Krieg zurück. Es ist gut, dass nichts vergessen wird.

Es ist auch nicht verwunderlich, dass es unterschiedliche Bewertungen dieses Jahrzehnte zurückliegenden Ereignisses gibt. Doch über die Gräuel des 2. Weltkrieges und der Ungeheuerlichkeit des Holocausts, für die Deutschland jeweils die Hauptschuld trägt, kann es keinen Zweifel geben. Die 60 Millionen Kriegstoten und 6 Millionen Holocaust-Opfer bleiben ein Erbe des militaristischen Deutschlands. Es ist deshalb nicht akzeptabel, dass heute eine rechte Propaganda diese Schuld leugnet.

Wir wenden uns aber auch gegen Verharmlosungen des Krieges überhaupt. Auch gegen die Verharmlosung der Flächenbombardements der Alliierten, die schon damals unmoralisch waren und heute den Charakter von Kriegsverbrechen hätten. Die Zerstörung deutscher Städte war im Frühjahr 1945 militärisch sinnlos und moralisch verwerflich. Wir sollten nicht aus einer falsch verstandenen Bündnistreue zu den heutigen Nato-Partnern die alliierten Flächenbombardements vom Frühjahr 1945 unkritisch beurteilen.

Unsere Kritik richtet sich gegen alle Formen der Beschwichtigung von militärischer Gewalt. Die Neonazis wollen die Schuld der Deutschen kleinreden, das ist schon deshalb unredlich, weil es das größte Kriegsverbrechen ist, einen Krieg zu beginnen. Und die Wehrmacht hat diesem Verbrechen noch viele weitere hinzugefügt. Aber in der militärischen Logik und nach dem Charakter des Krieges werden von allen Seiten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Unser Zorn richtet sich deshalb gegen den Krieg überhaupt. Krieg ist unethisch und schafft millionenfaches Leid, löst aber kein einziges der drängenden Probleme.

Unsere antimilitaristische Position verbietet uns, ein einziges der Kriegsopfer zu vergessen. Wir stellen das Unmenschliche des Krieges und damit das außergerichtliche Töten grundsätzlich an den Pranger. Indem wir uns gegen das von Gewehrläufen, Kampfjets oder Drohnen ausgehende massenhafte Töten auf Befehl wenden, folgen wir nach unserem Verständnis genau dem Ruf der Nachkriegsgeneration: „Nie wieder Krieg!“.

Wir wollen die Erinnerung an den 2. Weltkrieg auch hinwenden zu einer Empörung über die Grausamkeit heutiger Kriege. Wir kritisieren die völkerrechtswidrigen Interventionen im Nahen und Mittleren Osten und müssen auf die Mitschuld unseres westlichen Militär-Bündnisses für viele Bürgerkriege hinweisen; welche die entscheidenden Ursachen für Terrorismus und die dramatischen Fluchtbewegungen der Gegenwart bilden. Insbesondere kritisieren wir die derzeitige völkerrechtswidrige Invasion der Türkei in die Kurdengebiete Syriens. Das ist ein schreckliches Kriegsverbrechen, für das Deutschland eine Mitschuld trägt.

Unser Gedenken zum 9. Februar richtet sich deshalb gleichsam auf die Gräuel von damals und heute.

Protestaktion vor dem Fliegerhorst Jagel 2017
Protestaktion vor dem Fliegerhorst Jagel 2017

Aufruf, Vortrag und Diskussion mit Ralf und Siglinde Cüppers, Flensburg

Der Tornado- und Drohnenstandort Jagel in Schleswig-Holstein ist der Ort, von wo die Cyberkrieger mit ferngesteuerten Drohnen und ECR-Tornados Krieg in aller Welt führen. Für 2018 ist dort ein „Offenes Kriegsatelier“ als Protest gegen die Kriegsführung der Bundeswehr und der NATO geplant. In diesem Jahre fanden dort bereits zwei Anti-Kriegskonzerte der Aktion Lebenslaute statt.

Die beiden Friedensaktivisten Ralf und Siglinde Cüppers werden am 30. Oktober in der ACC-Galerie Weimar das ULUS-Offene Kriegsatelier auf den Donaubrücken vorstellen, eine gewaltfreie Aktion im Jugoslawien-Krieg, mit der serbische Künstler die Zerstörung dieser Brücken durch Jageler Bundeswehr-Tornados und amerikanische Bomber effektiv verhindert haben. Danach werden sie eine erste Planung für das Offene Kriegsatelier in Jagel vorstellen. Kunst- und Friedensinteressierte sind herzlich willkommen.

Ort: ACC-Galerie Weimar, Burgplatz
Zeit: Montag, 30. Oktober 2017, 17-19 Uhr

Eine Veranstaltung des ACC mit der Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Download des Flyers Offenes Kriegsatelier in Jagel

Nordkorea rüstet weiter mit Atom- und Wasserstoffbomben auf, ist aber damit nicht allein. Was also tun?

  1. Die US-Administration muss endlich mit Nordkorea gleichberechtigt verhandeln und auf einen von außen inszenierten Systemwechsel (Regime Change) verzichten. Wie alle anderen hat auch Kim Jong-Un bemerkt, dass die USA immer wieder bereit waren, völkerrechtswidrige Angriffskriege gegen militärisch weit unterlegene Staaten wie Afghanistan, Irak und Libyen zu führen. Nach der militärischen Logik handelt der nordkoreanische Alleinherrscher leider richtig. Seine Atomwaffen sind die schreckliche Antwort auf die völkerrechtswidrige Interventionspolitik der USA.
  2. Die US-Regierung hat ein milliardenschweres Atomrüstungsprogramm beschlossen, in deren Verlauf die größte Atommacht noch einmal draufsattelt. Dabei hatten sich alle Atomwaffenstaaten in Artikel 6 des Sperrvertrages verpflichtet, ihre eigenen Nuklearwaffen abzurüsten. Der Ausbau der Atomwaffenarsenale von USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China, Indien, Pakistan und Israel ist also nicht weniger gesetzwidrig wie das nordkoreanische Streben nach ihrem Besitz.
  3. Bei der UNO liegt der Vertrag zum allgemeinen Atomwaffenverbot vor. Der Entwurf ist bereits von 122 Staaten unterzeichnet worden. Deutschland hat aus falscher NATO-Treue diesen Vertrag bisher nicht unterschrieben und macht sich deshalb mitschuldig an der atomaren Aufrüstung Nordkoreas. Verbinden wir also unseren Protest gegen die nordkoreanische Rüstung mit einem Druck auf unsere eigene Regierung, endlich das Mögliche zu tun.

Olaf Weber

Erhard Arndt

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Im Anschluss an die Filmvorführung des von Wim Wenders produzierten Dokumentarfilms „NATIONAL BIRD“ laden Attac Weimar und die Initiative "Welt ohne Waffen" am Donnerstag, den 01.06.2017 zu einer Diskussion über den Drohnenkrieg ein.

"Am Beispiel der Tötungen durch US-Drohnen sieht man, wie diese Art Kriegsführung sich der demokratischen Aufsicht völlig entzieht, ganze Regionen destabilisiert und weltweit Hass schürt“, sagt US-Bürgerin und Attac-Mitglied Elsa Rassbach. " Drohnen gehören zu den gefährlichsten Waffensystemen, die in den letzten Jahrzehnten entwickelt wurden, sie sind Bestandteile der hybriden Kriegsführung, die große völker- und verfassungsrechtliche, sicherheitspolitische, und ethische Fragen aufwirft. Eine Diskussion nach dem Film im kleinen Kinosaal des „Mon Ami“.

Ort: Kommunales Kino „mon ami“ Weimar, Goetheplatz 11

Zeit: Filmstart: 19.00 Uhr, Diskussion: ca. 20.30 Uhr

Michael Fricke, Attac Weimar

Prof. Dr. Olaf Weber, Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Die USA liefern in den nächsten Jahren für unglaubliche 300 Mrd. Dollar hochgefährliche Waffen an die Öl- Despotie der Saudis – also in ein extremes Spannungsgebiet. Und  natürlich auch mit einem generierten Feindbild: diesmal der Iran. Es ist unglaublich - nebenan verblutet das Land der Syrer. Aber Man sei selber das Gute und kämpfe gegen das Böse. Leben wir noch in einer von Vernunft beseelten Welt? Ist das schon die Herrschaft der bewaffneten Dummheit? Oder sind wir die Dummen, die von herrschenden Egomanen auch dafür gehalten werden?

 

Olaf Weber

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Rede zur Eröffnung der Kampagne „Abrüstung Jetzt“ in der Ausstellung Bertha von Suttner am 08.05.2017 im Hauptbahnhof Weimar

Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint. Albert Einstein

Und wir haben eine wirklich gute Idee, das ist die Idee von einer Welt ohne Krieg. Diese Idee ist nicht neu, sie ist wahrscheinlich so alt wie der Schrecken der Kriege selbst. Und es gibt große Vorbilder wie unsere wunderbare Ausstellung über Bertha von Suttner zeigt. Aber die Menschheit hat sich in  einer Art geistiger Trägheit (oder Fremdbestimmung) daran gewöhnt, dass es Kriege gibt und geben wird. Jeder Mann und jede Frau hofft aber darauf, dass sie woanders stattfinden.

Gerade in diesen Wochen und Monaten brauen sich die Wolken neuer Konflikte zusammen und hören wir von neuen gewaltigen Rüstungsprojekten. Und  jede einzelne militärische Intervention und jeder einzelne aufrüstungsschritt bringt nicht ein mehr, sondern ein weniger an Sicherheit und Frieden. Wir sind davon überzeugt, dass das Militär abgeschafft werden muss. Denn es wird Kriege geben, solange es Militär gibt.

Sorgen wir nicht nur für weltweite Abrüstung in den Kasernen und Arsenalen, sondern auch für die Abrüstung in unseren Köpfen, denn dort hat sich Militärisches in vielen Formen eingenistet. Wir haben wenig Kompetenz zum Handeln, aber wir haben die Kompetenz, Abrüstung und Frieden zu denken.  So können wir uns wenigstens geistig befreien – als Vorausleistung für wirkliche Abrüstung und Frieden.

Auf nur wenigen Seiten geben wir in unserem Friedensappell diese Denkanstöße. In der Vergangenheit sind kleine Abrüstungsschritte immer wieder durch neue Rüstungen vernichtet worden. Wir setzen deshalb aufs Ganze. Wir wollen die vollständige weltweite kontrollierte und kreative Abrüstung. Wir setzen ein Datum: Bis zur Jahrhundertmitte kann die Welt militärfrei sein. Der 1. Januar 2050 wäre dann der erste Tag eines globalen Friedens.

Wir bieten einen Aktionsplan, der die ungeheure Komplexität des Demilitarisierungsprozesses ahnen lässt. Unter 7 Kapiteln sind über 30 Stichpunkte aufgelistet. Die vielfältigen Probleme sollten uns aber nicht erschrecken, sondern ermutigen, an irgend einer Stelle anzufangen. Wahrscheinlich können selbst die kleinsten Teile dieses Planes nur unter enormen Aufwand durchgesetzt werden. Denken wir nur an ein solches Vorhaben wie, „Frieden als Schulfach“ in deutschen Schulen einzuführen.

Verehrte Damen und Herren, liebe Anwesende, nehmen Sie unsere kleine Anleitung zum Frieden mit. Helfen Sie dabei, das Militär loszuwerden. Schließen Sie sich uns an, Unterschreiben Sie den Weimarer Friedensappell.

Beginnen wir endlich mit Abrüstung und zwar: Jetzt!

Olaf Weber