Die Bundeskanzlerin verschickt an den französischen Staatspräsidenten Beileidsbekundungen wegen der sich häufenden Anschläge islamistischer Terroristen in Frankreich. Dieser erwidert wiederum sein tiefes Mitgefühlwegen der Anschläge in Deutschland, Beileidsbekundungen hin und her sind gut und schön. Aber wer entschuldigt sich für die Destabilisierung ganzer Regionen im Nahen Osten und den Tod von Hundert Tausenden Zivilisten infolge unserer militärischen Interventionen? Die Bundeskanzlerin sagt, die Auswahl der terroristischen Ziele (Supermärkte, Schulen, Kirchen, Sportstätten usw.) seien entsetzlich willkürlich. doch willkürlich sind aus der Perspektive der Opfer auch die durch Bomber zerstörten orte in den Ländern, aus denen nun die Menschen fliehen. Warum entschuldigen sich die großen Staatsoberhäupter nicht bei den Frauen, Männern und Kindern dafür, dass sie nun zu uns fliehen müssen? Unsere Willkommenskultur kann nur ein kleiner Beitrag zur Entlastung sein. Hören wir auf mit militärischer Intervention und Beileid, beginnen wir endlich mit ziviler Hilfe vor Ort.

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Vortrag mit Diskussion

Referent: Theodor Ziegler

Freitag, 20. Mai 2016, 19 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“, Weimar

 

Die Zunahme der kriegerischen Konfliktaustragungen mit ihren verheerenden tödlichen und zerstörerischen Auswirkungen erfordert dringend eine Wende in der internationalen Konfliktkultur und Friedenssicherung. Die Verteidigungsministerin setzt jedoch vehement auf einen weiteren personellen und technischen Ausbau der Bundeswehr. Wie könnte eine friedliche Friedenspolitik aussehen, wo gibt es Ansatzpunkte für friedenspolitische Neuorientierungen?

Referent Theodor Ziegler
Referent Theodor Ziegler

Der Referent, Theodor Ziegler, ist ein Friedensaktivist, Friedensforscher und Liedermacher aus Baden-Württemberg. Der Religionspädagoge war ab 1982 Beauftragter für die Kriegsdienstverweigerer in der badischen Landeskirche. Dort gehört er dem Leitungskreis des Forums Friedensethik an, ebenso einer Projektgruppe, die ein Ausstiegsszenario aus der militärischen Friedenssicherung entwirft, gleich dem bereits beschlossenen Atomausstieg. Sein im Jahre 2012 verfasster Text

Ausstieg 2.0 – Nach dem Atomausstieg auch der Ausstieg aus dem Militär?“ war ein vielbeachteter Impuls für die Friedensbewegung, sich auch Gedanken über eine Welt ohne Militär zu machen.

Sie hassen uns nicht für „unsere Freiheit“. Sie hassen, dass wir unsere Ideale in ihren Ländern verraten haben – für Öl.

Robert F. Kennedy, Jr. vom 23.02.2016 in „politico.eu

Amerika blickt auf eine unappetitliche Tradition an gewalttätigen Interventionen in Syrien zurück. Dies ist dem amerikanischen Volk wenig bekannt, dafür umso mehr jedoch den Syrern. Diese Ereignisse bereiteten den fruchtbaren Boden für den gewaltsamen Islamischen Dschihad, der jetzt eine wirksame Antwort unserer Regierung auf die Herausforderung von ISIL erschwert. Solange sich die amerikanische Öffentlichkeit und Politiker dieser Vergangenheit nicht bewusst sind, verschärfen weitere Eingriffe nur die Krise. Außenminister John Kerry hat in dieser Woche einen „vorläufigen“ Waffenstillstand für Syrien angekündigt. Aber seit der Einfluss und das Ansehen der USA in Syrien auf eine Minimum gesunken sind – und der Waffenstillstand nicht die wichtigsten Kämpfer wie den Islamischen Staat und Al Nusra einschließt –, ist er bestenfalls auf einen brüchigen Waffenstillstand begrenzt. ...weiterlesen "Beitrag von Robert F. Kennedy, Jr über die Rolle der US-Regierung und der CIA in Syrien"

Sei mit dabei & Informiere dich!

Zum ersten Mai hat die Initiative "Welt ohne Waffen" auf dem Marktplatz in Weimar einen Infostand. Ihr könnt von 9-15 Uhr kommen, euch informieren und mit uns über die Themen Abrüstung und Entmilitarisierung austauschen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der zentralen Kundgebung des DGB in Thüringen (deutscher Gewerkschaftsbund).

Wir freuen uns auf Euch und wünschen allen einen friedvollen Start in den Mai.

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar, 25. April 2016

Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen erklärte vor der Presse, die Militärmission der Bundeswehr in Syrien sei die bisher gefährlichste in ihrer Geschichte. Doch für Frau von der Leyen sind merkwürdiger Weise die Piloten gefährdet, die in sicherer Höhe fliegen und keine gegnerische Flugabwehr zu befürchten haben, also eigentlich sehr sicher sind. Sie spricht nicht von den Gefährdungen von Frauen und Kindern, die zehntausendfach als bloße „Kollateralschäden“ in einem Krieg ihr Leben verlieren, der kein stehendes Heer und keine feste Kommandozentrale kennt. Sie spricht auch nicht von den Gefahren, denen wir in Deutschland durch den wachsenden Terror ausgesetzt sein werden, wenn wir uns in die völkerrechtswidrigen Kriege der letzten Jahre immer weiter verstricken. Es ist bekannt, dass durch die Militäroperationen in Afghanistan Irak und Libyen immer mehr junge Männer zu Terroristen wurden. Der Westen und die NATO haben jahrelang Waffen in den Nahen Osten gepumpt und Kämpfer bevorzugter Bürgerkriegsparteien ausgebildet. Es geht also nicht darum, endlich zu handeln, sondern endlich richtig zu handeln. ...weiterlesen "Nein! Zur Bundeswehr-Mission im Rahmen einer Neuauflage des „Krieges gegen den Terror“"

Stellungnahme der Initiative "Welt ohne Waffen" zum Jahrestag der Bombardierung Weimars am 9. Februar 1945

Die Bombenschäden auf Weimar im Februar 1945 waren gering gegenüber der Zerstörung anderer deutscher Städte wie Dresden oder Hamburg. Und sie waren sehr klein gegenüber dem gesamten Gräuel des 2. Weltkrieges und der Ungeheuerlichkeit des Holocausts, für die Deutschland jeweils die Hauptschuld trug. Wir wenden uns gegen geschichtsrevisionistische Propaganda, die die Absicht verfolgt, die Schuld Deutschlands klein zu reden. Die 60 Millionen Kriegstoten und 6 Millionen Holocaust-Opfer bleiben das Erbe des militaristischen Deutschland. ...weiterlesen "Bomben sind niemals gerecht (02/2016)"

Ein politischer Abend der Initiative „Welt ohne Waffen“, Weimar mit dem Journalisten Kai Ehlers (Hamburg).

Viele Gespräche zur Lage in der Ukraine und in Syrien spiegeln eine Verfassung, in der nicht mehr daran geglaubt wird, überhaupt Wahrheiten erfahren und erkennen oder etwas ändern zu können. Der prominente Autor Kai Ehlers konnte für einen Vortrag zu einem hochinteressanten Thema gewonnen werden. Er kündigt diesen mit folgenden Worten an: ...weiterlesen "Der „Ukraine-Syrien-Komplex“ (Angela Merkel) – oder was will Russland?"

3. Friedenspodium 2015
Auf dem Podium: Robert Zion, Prof. Dr. Olaf Weber, Franzisca Braun, Dr. Christine Schweitzer

Eine Debatte über die Hintergründe von Krieg und Flucht erlebte das Publikum am Dienstag im gut besuchten großen Saal des Mon Ami. Der Gründer der initiative Prof. Olaf Weber forderte zu Beginn der Veranstaltung, die Sicherheit Deutschlands und Europas nicht in neuer Aufrüstung zu suchen, sondern in Vertrauensbildenden Maßnahmen, in neuen Sicherheitsstrukturen und Abrüstung. „Zusätzliche Waffen schaffen zusätzliche Unsicherheit“, sagte er. Künftig gehe es darum, die interventionistische und gewaltbetonte Außenpolitik der selbsternannten „Weltpolizisten“ durch eine auf Ausgleich und Respekt gegründete Friedenspolitik zu ersetzen. ...weiterlesen "3. Weimarer Friedenspodium „Von der militärischen Unsicherheit zur zivilen Sicherheit“"

Die Welt wird durch Kriege und Interventionen immer unsicherer. Die sogenannten aufgeklärten Zivilisationen erhöhen durch ihre Einmischungen in andere Länder die Kriegsgefahr, sie destabilisieren ganze Regionen und befördern den Terrorismus. Zugleich wird an der Rüstungsspirale weiter gedreht. Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte steigen auf eine verantwortungslose Weise.
Diese verhängnisvolle Entwicklung muss gestoppt werden. In der Tradition der Ostermärsche ruft die Initiative „Welt ohne Waffen“ am Gründonnerstag zu einer „Zeit für Frieden und Abrüstung“ auf. Zwischen 11.30 und 13 Uhr stellt die Initiative auf dem Goetheplatz/Ecke Geleitstraße ihre Ziele vor und verteilt Informationsmaterialien zum Thema Friedenssicherung und Abrüstung. Alle sind eingeladen, ihre Befürwortung friedlicher Konfliktbewältigung und Abrüstung zu bekunden und die Initiative zu unterstützen.

Initiative „Welt ohne Waffen“, Weimar
Weimar, den 30.03.2015

Am gestrigen Mittwoch, den 10.12.2014 beriet die Initiative „Welt ohne Waffen“ über die Möglichkeiten einer friedlichen Beilegung des Konfliktes in der Ukraine.

Die Teilnehmer sehen in der jüngst vereinbarten Einstellung aller Kampfhandlungen eine wichtige Voraussetzung für Verhandlungen. Von der Bundesregierung erwarten die Teilnehmer der Initiative, dass sie direkte Verhandlungen der Bürgerkriegsparteien unter dem Dach der OSZE unterstützt. Eine weitere Aufrüstung der ukrainischen Armee und der Separatisten muss unbedingt gestoppt werden. Es muss alles getan werden, dass der regionale Konflikt nicht zu einer neuen Rüstungsspirale in Europa führt und weitere Feindseligkeiten nach sich zieht. ...weiterlesen "Auswege aus der Ukraine-Krise (12/2014)"