Plakat für Weimarer Friedenstriade 22

1.September 22 19:30 Uhr Stadtbücherei Weimar

>Rausch und Absturz" Konzert mit Silke Gonska und Frieder W. Bergner

2. September 22 19:30 Uhr Mon Ami Weimar Podiumsgespräch:

"Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von
vornherein ausgeschlossen scheint." Albert Einstein

Die Friedensbewegung muss immer wieder in Erinnerung rufen, wie
verheerend militärische "Lösungen" für nationale sowie internationale
Konflikte sind und ihre Grundsätze gegen die vorherrschende Kriegslogik
verteidigen. Es ist an der Zeit, Gewaltlosigkeit ausnahmslos als
oberstes Prinzip über alle Auseinandersetzungen zu stellen. Wie lassen
sich internationale Konflikte zivil lösen? Wie können friedenspolitische
Bildungsinitiativen gestärkt werden? Wann finden wir zu einer wirksamen
Friedensrhetorik? Wie kann internationale Konfliktprävention besser
umgesetzt werden?
Das Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen, die Initiative >Welt ohne
Waffen< , attac Weimar und der C-Keller Weimar wollen Ideen dazu
gemeinsam bündeln, zur Diskussion bringen und veröffentlichen.
Podiumsgäste sind Ingar Solty ( R,-L.-Stiftung, Berlin), Prof. Klaus
Dörre( Uni-Jena)und Werner Rätz (attac, Bonn) Die Veranstaltung wird
moderiert von Doris Voll. Kooperationspartner sind die
Rosa-Luxemburg-Stiftung, das Bürgerbündnis gegen Rechts und die Stadt
Weimar.

3.September 22 15-18 Uhr Friedensfest- Die Linke Weimar/Apolda auf dem Theaterplatz

Sammlung von Unterschriften zur Unterstützung des Atomwaffenverbotsvertrages

Das lebendige Denkmal"Taube und Bombe" begleitet die Gedenk- und Informationsveranstaltung.

Die Opfer mahnen – Gedenken an Hiroshima und Nagasaki in Weimar

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 waren die bislang einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt ca. 100.000 Menschen sofort, fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Ende 1945 weitere 130.000 Menschen. Die noch lebenden Opfer des Angriffs werden in Japan als „Hibakusha“ bezeichnet und leiden an den Folgen der Verstrahlung bis heute.

In New York findet vom 1. bis 26. August, die 10. Überprüfungskonferenz des 1970 unterzeichneten Nichtverbreitungsvertrags für Atomwaffen (NVV) bei den Vereinten Nationen statt. UN-Generalsekretär António Guterres:

„Die Welt befinde sich in einer Zeit nuklearer Gefahr, wie es sie seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges nicht mehr gegeben hat. Die Menschheit läuft Gefahr, die Lehren zu vergessen, die in den schrecklichen Feuern von Hiroshima und Nagasaki geschmiedet wurden. Die Welt ist nur ein Missverständnis oder eine Fehlkalkulation von der nuklearen Vernichtung entfernt“.

Am 77. Jahrestag des US-Atombombenabwurfs auf Hiroshima fanden bundesweit mehr als 100 Friedensveranstaltungen statt, so auch in Weimar auf dem Goetheplatz. Die Initiative „Welt ohne Waffen“ und Attac Weimar rufen, wie das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn die Bundesregierung auf, konsequent gegen die anhaltende atomare Bedrohung vorzugehen und sammelte dafür Unterschriften. Die in der Bundesrepublik stationierten US-Atomwaffen sollen abgezogen werden und die BRD soll dem Atomwaffenverbotsvertrag schnellst möglichst beitreten. Weltweit gibt es noch immer rund 13.000 Atomwaffen, darunter etwa 1.800, die in ständiger Alarmbereitschaft gehalten werden.

Herzlichen Dank an die Organisatorin Katja von Initiative „Welt ohne Waffen“, Michael von Attac Weimar, Nikolaus für seine Fragen an die Teilnehmer: Wie hoch ist das Risiko eines Einsatzes von Atomwaffen im Russland-Ukraine Krieg? Dank auch an Juri, die Friedenstaube auf dem Denkmalsockel und Frieder für seine Friedenslieder.

"Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen." Albert Einstein

Stanislav Sedlacik / attac Weimar

"Wir müssen Abrüstung und Rüstungskontrolle komplementär zu Abschreckung und Verteidigung denken." sagt Frau Baerbock -was ist gemeint?

Am 6.8.2022 wollen wir von 15 bis 17 Uhr auf dem Goetheplatz in Weimar der Opfer der beiden Atombombenabwürfe durch die USA auf Hiroshima und Nagasaki 1945 gedenken und zugleich den Blick auf den Atombombenverbotsvertrag richten, der vor über einem Jahr in Kraft trat und den Deutschland bisher nicht ratifiziert hat- wie steht es damit?

KG BbOriOn mit Expelliarmus in Weimar West (Foto: Canan Yilmaz)

Entwaffnungszauber in Kinderzimmern

https://stadt.weimar.de/aktuell/presse/mitteilung/unschlagbar-weimarer-aktionswoche-gewaltfreies-aufwachsen-vom-254-bis-3042022/

Zur Aktionswoche des gewaltfreien Aufwachsens war die Künstlergruppe BbOriOn im Auftrag des Kinderbüro der Stadt Weimar unterwegs, Kinder von militärischem Spielzeug zu befreien. Zwille, Wasserspritzpistolen, Piratensäbel kommen erstmal harmlos daher, suggerieren aber jungen Menschen schon im frühen Kindesalter Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten. Das wirkt entgegen der modern anmutenden gewaltfreien Erziehung des 21. Jahrhunderts. "Waffen" wurden zwar noch recht zögerlich abgegeben, jedoch gaben mehrere Kinder ihren Handabdruck in Beton und versicherten damit, auch in Konfliktsituationen auf gewaltvolle Sprache zu verzichten. Etliche "schlimme" Worte wurden weggezaubert. Das Projekt geht weiter, die Skulptur soll wachsen, wandern und für den Frieden werben. Pumpguns, Knarren, Shotguns, Nerf Ultra, Elite, Fortnight, X-Shot epic fast-fill etc werden als Spende gern angenommen.

Nein zum Krieg! – Ja zur Solidarität mit Geflüchteten!

Anti-Kriegsbewegungen weltweit unterstützen – Friedenspolitik auf der Basis des Völkerrechts

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine führt der Welt erneut vor Augen, dass Krieg niemals ein Mittel zur Bewältigung politischer Konflikte sein darf. Die Auseinandersetzung um Ressourcen, Einflusssphären und schlichtweg um den Boden anderer Länder führt zur Vertreibung der Bevölkerung und der Zerstörung von ziviler Infrastruktur eines Landes, bis hin zu weltweiten Bedrohungslagen, wie Hungersnöten, Rohstoffknappheit, Umweltzerstörung und an den Abgrund eines Atomkrieges.

Die Waffen nieder - Solidarität mit den Menschen in der Ukraine – stoppt den Angriffskrieg!

In Europa herrscht mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in der Ukraine seit dem 24. Februar wieder ein heißer Krieg, der unfassbares Leid für die Zivilbevölkerung eines souveränen Landes mit sich bringt. Es ist notwendig, dass wir als Kriegsgegner:innen unsere Stimme erheben. Der russische Machthaber muss zu einem Abzug der Truppen bewegt werden und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Erst dann ist die Grundlage für eine gemeinsame Sicherheits- und Friedenspolitik wieder gegeben.

Schutz und sichere Fluchtwege für politisch Verfolgte und Deserteure aus Russland

Zahlreiche Menschen in Russland sagen „Nein zum Krieg“! Sie demonstrieren unter Androhung hoher Haftstrafen für ein Ende des Krieges. Dabei sind vor allem Menschen, die selbst Kriege durchlebt haben, oder in ihrer Familie über Verlust und Entbehrung zu berichten wissen, aber auch eine ganze Generation junger Menschen, die sich dem Kriegstreiben aus Sorge um ihre Zukunft entgegenstellen.

Eskalationsspirale und Kriege stoppen – sozialen Frieden wahren und Klimaschutz fördern

Die NATO-Staaten sind als Verteidigungsbündnis in der Pflicht für eine Deeskalation zu sorgen. Ein weiteres, weltweites Wettrüsten muss durch internationale Verträge verhindert werden. Nötig sind vor dem Hintergrund des Klimanotstandes mehr internationale Kooperation sowie mehr Zukunftsinvestitionen zur Absicherung einer sozial gerechten Klima- und Umweltschutzpolitik auf Basis erneuerbarer Energien.

Solidarität und Humanität braucht Zusammenhalt statt Spaltung

Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die von Krieg, Vertreibung und politischer Verfolgung bedroht sind. Wir fordern die humanitäre Aufnahme von Menschen auf der Flucht, ungeachtet ihrer Herkunft und Religion. Die Missachtung von Asyl als Menschenrecht bringt nicht nur die Betroffenen in Lebensgefahr, sie sorgt auch für eine Entmenschlichung unserer Gesellschaft. Das wollen wir nicht akzeptieren.

Für eine solidarische Friedensbewegung

Militärische Aufrüstung vermeiden, Spannungen und Konflikte abbauen, Rassismus und Abschiebungen bekämpfen, gegenseitiges Vertrauen neu aufbauen – das schafft Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung. Unser Ziel ist es einen sicherheits- und friedenspolitischen Dialog zu ermöglichen, in die Gesellschaft zu wirken, um die Ostermärsche zu einem Ort für Verständigung, Humanität und Zivilcourage – und zu einer Aktion gegen den Krieg in der Ukraine und alle anderen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt zu machen.

Wir fordern:

  • Rückkehr an der Verhandlungstisch, keine völkerrechtswidrigen Angriffskriege, Waffenstillstand jetzt und überall!
  • Keine weitere Aggression, Abrüsten statt Aufrüsten, Frieden und Kooperation, das geht nur mit einer klaren Unterstützung für zivile Strukturen und internationaler Zusammenarbeit.
  • Rüstungsproduktion macht die Welt unsicherer, bewaffnete Drohnen und Streubomben müssen abgeschafft werden, Durchsetzung des Atomwaffenverbotsvertrags für alle Atommächte.
  • Keine Doppelstandards bei der Aufnahme von Geflüchteten, Asyl ist Menschenrecht, Schutz und sichere Fluchtwege auch für politisch Verfolgte und Deserteure aus Russland und der Ukraine.
  • Statt Kriegspropaganda und Militarisierung fordern wir Zukunftsinvestitionen für eine internationale, gemeinsame Sicherheits- und Friedensordnung und eine Sicherheitskonferenz auf europäischer Ebene.

Aktionstermine:

  • Erfurt: Do, 14.4.2022, 16 Uhr, Anger
  • Gera: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Vorplatz am Kultur- und Kongresszentrum
  • Ohrdruf: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Bahnhof
  • Suhl: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Friedenseiche / Platz der deutschen Einheit
  • Weimar: Sa, 16.4.2022, 12 Uhr, Goetheplatz
  • Jena: Sa, 16.4.2022, 14 Uhr, Holzmarkt

Unterstützende Organisationen:

  • Attac Weimar
  • Aktionskreis für Frieden Erfurt
  • B90/Die Grünen Thüringen
  • DGB Hessen-Thüringen
  • DIE LINKE. Thüringen
  • DIE LINKE. Erfurt
  • DIE LINKE. Gera
  • DIE LINKE. Jena
  • DIE LINKE. Gotha
  • DIE LINKE. Suhl
  • DIE LINKE. Weimar-Apolda
  • Fridays for Future Suhl
  • Fridays for Future Jena
  • Initiative Soziale Gerechtigkeit Gera
  • Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar
  • Linksjugend ['solid] Jena
  • Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen
  • Offene Arbeit (OA) des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt
  • Trägerkreis Rüstungskonversion Jena
  • Rote Jugend Gera
  • Seebrücke Erfurt
  • VVN/BdA Thüringen

Ein Blinder läuft zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima mit einer aufblasbaren Bombe durch die Weimarer Innenstadt.

Eine Aktion der Initiative "Welt ohne Waffen" aus Weimar, 2020

Eine Aktion der Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar am 01.09.2020, dem Weltfriedenstag.
Die Aktion fand im Rahmen der Reihe „Speaker’s Corner for Peace“ und einer Ausstellungseröffnung des Blueprint.edition Galerieverlags Weimar über die Initiative "Welt ohne Waffen" statt.

Die Rüstungsindustrie nennt die hochgefährlichen Waffen der neuen Aufrüstungsrunde „intelligent“ während sie uns Zivilisten für dumm verkaufen will. Es geht ihr doch nur um Gewinn. Der neue Rüstungswettlauf fand am 07.09.2019 schon mal als Übung statt. Auf der Schillerstraße in Weimar liefen zwei original-große Atombomben-Attrappen um die Wette. Mit unschönem Kriegslärm drängten sie sich durch die Passanten, auf einer Tafel wurden die Aufrüstungs-Runden der Rüstungsindustrie gezählt. Dazu wollten Zwei aufgeputzte Vertreterinnen der Rüstungsindustrie viel Geld mit dem Argument sammeln, „die Verdoppelung des Verteidigungsetats würde für die Sicherheit Deutschlands „vorne und hinten“ nicht ausreichen. Mit dem Slogan „Dein Geld für deine Sicherheit“ wollten sie natürlich vertuschen, dass jede runde des Rüstungswettlaufes, immer nur von dieser Rüstungsindustrie gewonnen wird. Die Aktion hatte Erfolg: es wurden fast keine Spenden eingenommen.

Eine Performance der Initiative "Welt ohne Waffen", Weimar 2019

Erhard Arndt
Franziska Becher
Frieder W. Bergner
Gregor Bleicher
Juri Höhne
Wencke Mohr
Olaf Weber
2 Atombomben-Attrappen B160

Teilnehmer des „Friedensrittes 2019“ demonstrierten am 23. Juli auf dem Platz der Demokratie in Weimar gegen die atomare Rüstung. Zu ihnen gesellte sich auch der Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar Eisenach, der große Förderer der Kultur und Freund von Goethe. In der Performance der Initiative "Welt ohne Waffen" wurde sein Reiterstandbild zum Schirmherr dieser Aktion berufen. Einer dieser Akteure sagte: „Wir haben ihm im Widerspruch zu dem Säbel, den er auch trägt, einfach eine Standarte der Friedensbewegung in die Hand gedrückt. Sein Pferd hebt den einen Huf etwas an und darunter liegt eine Atombombe. Wir haben den Eindruck, Dass das Pferd diese gefährliche Bombe mit einer pazifistischen Geste zertritt. In Büchel (Pfalz) liegen die Originale dieser Waffen, nicht aufblasbar sondern scharf. Es sind die letzten 20 Atombomben der US-Armee, die immer noch in Deutschland lagern. Wir fordern ihren Abzug“, noch besser: ihre Zerstörung.
Der Sockel des großen Reiter-Denkmals auf dem „Platz der Demokratie erhielt eine neue Aufschrift: „Reiter gegen Atombomben, das Publikum war begeistert. Dazu wurden Anti-Kriegs-Texte von Hermann Hesse vorgetragen und ein Holzschnitt von Walther Klemm „Der Krieg“ gezeigt. Auf ihm ist ein Reiter mit seinem Pferd zu sehen, beide mit Gasmasken.