KG BbOriOn mit Expelliarmus in Weimar West (Foto: Canan Yilmaz)

Entwaffnungszauber in Kinderzimmern

https://stadt.weimar.de/aktuell/presse/mitteilung/unschlagbar-weimarer-aktionswoche-gewaltfreies-aufwachsen-vom-254-bis-3042022/

Zur Aktionswoche des gewaltfreien Aufwachsens war die Künstlergruppe BbOriOn im Auftrag des Kinderbüro der Stadt Weimar unterwegs, Kinder von militärischem Spielzeug zu befreien. Zwille, Wasserspritzpistolen, Piratensäbel kommen erstmal harmlos daher, suggerieren aber jungen Menschen schon im frühen Kindesalter Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten. Das wirkt entgegen der modern anmutenden gewaltfreien Erziehung des 21. Jahrhunderts. "Waffen" wurden zwar noch recht zögerlich abgegeben, jedoch gaben mehrere Kinder ihren Handabdruck in Beton und versicherten damit, auch in Konfliktsituationen auf gewaltvolle Sprache zu verzichten. Etliche "schlimme" Worte wurden weggezaubert. Das Projekt geht weiter, die Skulptur soll wachsen, wandern und für den Frieden werben. Pumpguns, Knarren, Shotguns, Nerf Ultra, Elite, Fortnight, X-Shot epic fast-fill etc werden als Spende gern angenommen.

Nein zum Krieg! – Ja zur Solidarität mit Geflüchteten!

Anti-Kriegsbewegungen weltweit unterstützen – Friedenspolitik auf der Basis des Völkerrechts

Der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine führt der Welt erneut vor Augen, dass Krieg niemals ein Mittel zur Bewältigung politischer Konflikte sein darf. Die Auseinandersetzung um Ressourcen, Einflusssphären und schlichtweg um den Boden anderer Länder führt zur Vertreibung der Bevölkerung und der Zerstörung von ziviler Infrastruktur eines Landes, bis hin zu weltweiten Bedrohungslagen, wie Hungersnöten, Rohstoffknappheit, Umweltzerstörung und an den Abgrund eines Atomkrieges.

Die Waffen nieder - Solidarität mit den Menschen in der Ukraine – stoppt den Angriffskrieg!

In Europa herrscht mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in der Ukraine seit dem 24. Februar wieder ein heißer Krieg, der unfassbares Leid für die Zivilbevölkerung eines souveränen Landes mit sich bringt. Es ist notwendig, dass wir als Kriegsgegner:innen unsere Stimme erheben. Der russische Machthaber muss zu einem Abzug der Truppen bewegt werden und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Erst dann ist die Grundlage für eine gemeinsame Sicherheits- und Friedenspolitik wieder gegeben.

Schutz und sichere Fluchtwege für politisch Verfolgte und Deserteure aus Russland

Zahlreiche Menschen in Russland sagen „Nein zum Krieg“! Sie demonstrieren unter Androhung hoher Haftstrafen für ein Ende des Krieges. Dabei sind vor allem Menschen, die selbst Kriege durchlebt haben, oder in ihrer Familie über Verlust und Entbehrung zu berichten wissen, aber auch eine ganze Generation junger Menschen, die sich dem Kriegstreiben aus Sorge um ihre Zukunft entgegenstellen.

Eskalationsspirale und Kriege stoppen – sozialen Frieden wahren und Klimaschutz fördern

Die NATO-Staaten sind als Verteidigungsbündnis in der Pflicht für eine Deeskalation zu sorgen. Ein weiteres, weltweites Wettrüsten muss durch internationale Verträge verhindert werden. Nötig sind vor dem Hintergrund des Klimanotstandes mehr internationale Kooperation sowie mehr Zukunftsinvestitionen zur Absicherung einer sozial gerechten Klima- und Umweltschutzpolitik auf Basis erneuerbarer Energien.

Solidarität und Humanität braucht Zusammenhalt statt Spaltung

Unsere Solidarität gilt allen Menschen, die von Krieg, Vertreibung und politischer Verfolgung bedroht sind. Wir fordern die humanitäre Aufnahme von Menschen auf der Flucht, ungeachtet ihrer Herkunft und Religion. Die Missachtung von Asyl als Menschenrecht bringt nicht nur die Betroffenen in Lebensgefahr, sie sorgt auch für eine Entmenschlichung unserer Gesellschaft. Das wollen wir nicht akzeptieren.

Für eine solidarische Friedensbewegung

Militärische Aufrüstung vermeiden, Spannungen und Konflikte abbauen, Rassismus und Abschiebungen bekämpfen, gegenseitiges Vertrauen neu aufbauen – das schafft Perspektiven für eine nachhaltige Entwicklung. Unser Ziel ist es einen sicherheits- und friedenspolitischen Dialog zu ermöglichen, in die Gesellschaft zu wirken, um die Ostermärsche zu einem Ort für Verständigung, Humanität und Zivilcourage – und zu einer Aktion gegen den Krieg in der Ukraine und alle anderen kriegerischen Auseinandersetzungen in der Welt zu machen.

Wir fordern:

  • Rückkehr an der Verhandlungstisch, keine völkerrechtswidrigen Angriffskriege, Waffenstillstand jetzt und überall!
  • Keine weitere Aggression, Abrüsten statt Aufrüsten, Frieden und Kooperation, das geht nur mit einer klaren Unterstützung für zivile Strukturen und internationaler Zusammenarbeit.
  • Rüstungsproduktion macht die Welt unsicherer, bewaffnete Drohnen und Streubomben müssen abgeschafft werden, Durchsetzung des Atomwaffenverbotsvertrags für alle Atommächte.
  • Keine Doppelstandards bei der Aufnahme von Geflüchteten, Asyl ist Menschenrecht, Schutz und sichere Fluchtwege auch für politisch Verfolgte und Deserteure aus Russland und der Ukraine.
  • Statt Kriegspropaganda und Militarisierung fordern wir Zukunftsinvestitionen für eine internationale, gemeinsame Sicherheits- und Friedensordnung und eine Sicherheitskonferenz auf europäischer Ebene.

Aktionstermine:

  • Erfurt: Do, 14.4.2022, 16 Uhr, Anger
  • Gera: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Vorplatz am Kultur- und Kongresszentrum
  • Ohrdruf: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Bahnhof
  • Suhl: Sa, 16.4.2022, 10 Uhr, Friedenseiche / Platz der deutschen Einheit
  • Weimar: Sa, 16.4.2022, 12 Uhr, Goetheplatz
  • Jena: Sa, 16.4.2022, 14 Uhr, Holzmarkt

Unterstützende Organisationen:

  • Attac Weimar
  • Aktionskreis für Frieden Erfurt
  • B90/Die Grünen Thüringen
  • DGB Hessen-Thüringen
  • DIE LINKE. Thüringen
  • DIE LINKE. Erfurt
  • DIE LINKE. Gera
  • DIE LINKE. Jena
  • DIE LINKE. Gotha
  • DIE LINKE. Suhl
  • DIE LINKE. Weimar-Apolda
  • Fridays for Future Suhl
  • Fridays for Future Jena
  • Initiative Soziale Gerechtigkeit Gera
  • Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar
  • Linksjugend ['solid] Jena
  • Netzwerk Rüstungskonversion Thüringen
  • Offene Arbeit (OA) des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt
  • Trägerkreis Rüstungskonversion Jena
  • Rote Jugend Gera
  • Seebrücke Erfurt
  • VVN/BdA Thüringen

Ein Blinder läuft zum 75. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Hiroshima mit einer aufblasbaren Bombe durch die Weimarer Innenstadt.

Eine Aktion der Initiative "Welt ohne Waffen" aus Weimar, 2020

Eine Aktion der Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar am 01.09.2020, dem Weltfriedenstag.
Die Aktion fand im Rahmen der Reihe „Speaker’s Corner for Peace“ und einer Ausstellungseröffnung des Blueprint.edition Galerieverlags Weimar über die Initiative "Welt ohne Waffen" statt.

Die Rüstungsindustrie nennt die hochgefährlichen Waffen der neuen Aufrüstungsrunde „intelligent“ während sie uns Zivilisten für dumm verkaufen will. Es geht ihr doch nur um Gewinn. Der neue Rüstungswettlauf fand am 07.09.2019 schon mal als Übung statt. Auf der Schillerstraße in Weimar liefen zwei original-große Atombomben-Attrappen um die Wette. Mit unschönem Kriegslärm drängten sie sich durch die Passanten, auf einer Tafel wurden die Aufrüstungs-Runden der Rüstungsindustrie gezählt. Dazu wollten Zwei aufgeputzte Vertreterinnen der Rüstungsindustrie viel Geld mit dem Argument sammeln, „die Verdoppelung des Verteidigungsetats würde für die Sicherheit Deutschlands „vorne und hinten“ nicht ausreichen. Mit dem Slogan „Dein Geld für deine Sicherheit“ wollten sie natürlich vertuschen, dass jede runde des Rüstungswettlaufes, immer nur von dieser Rüstungsindustrie gewonnen wird. Die Aktion hatte Erfolg: es wurden fast keine Spenden eingenommen.

Eine Performance der Initiative "Welt ohne Waffen", Weimar 2019

Erhard Arndt
Franziska Becher
Frieder W. Bergner
Gregor Bleicher
Juri Höhne
Wencke Mohr
Olaf Weber
2 Atombomben-Attrappen B160

Teilnehmer des „Friedensrittes 2019“ demonstrierten am 23. Juli auf dem Platz der Demokratie in Weimar gegen die atomare Rüstung. Zu ihnen gesellte sich auch der Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar Eisenach, der große Förderer der Kultur und Freund von Goethe. In der Performance der Initiative "Welt ohne Waffen" wurde sein Reiterstandbild zum Schirmherr dieser Aktion berufen. Einer dieser Akteure sagte: „Wir haben ihm im Widerspruch zu dem Säbel, den er auch trägt, einfach eine Standarte der Friedensbewegung in die Hand gedrückt. Sein Pferd hebt den einen Huf etwas an und darunter liegt eine Atombombe. Wir haben den Eindruck, Dass das Pferd diese gefährliche Bombe mit einer pazifistischen Geste zertritt. In Büchel (Pfalz) liegen die Originale dieser Waffen, nicht aufblasbar sondern scharf. Es sind die letzten 20 Atombomben der US-Armee, die immer noch in Deutschland lagern. Wir fordern ihren Abzug“, noch besser: ihre Zerstörung.
Der Sockel des großen Reiter-Denkmals auf dem „Platz der Demokratie erhielt eine neue Aufschrift: „Reiter gegen Atombomben, das Publikum war begeistert. Dazu wurden Anti-Kriegs-Texte von Hermann Hesse vorgetragen und ein Holzschnitt von Walther Klemm „Der Krieg“ gezeigt. Auf ihm ist ein Reiter mit seinem Pferd zu sehen, beide mit Gasmasken.

Die Initiative „WELT OHNE WAFFEN“ stand am 1. Juni 2019 als Teil der bundesweiten Aktion „INF-Vertrag retten“ mit einem Infostand an der Ecke Goetheplatz/Wielandstraße zum Gespräch bereit. Besucher konnten mit ihrer Unterschrift unter eine Petition, die Bundesregierung zur Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrages auffordern.

Hintergrund ist der INF-Vertrag: Am 1. Juni 1988 trat der von US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Generalsekretär Michail Gorbatschow unterzeichnete INF-Vertrag in Kraft, der zur Vernichtung von fast 3000 Atomwaffen führte. Dadurch nahm die Bedrohung Europas und Russlands durch einen Atomkrieg ab.

Nach der Kündigung des INF-Vertrages durch die USA und dann Russland im Februar droht dieser Vertrag im August 2019 auszulaufen. Das hätte wahrscheinlich ein neues atomares Wettrüsten zur Folge. Schon jetzt sind im US-Haushalt Mittel für den Bau einer neuen Mittelstreckenrakete eingestellt und auch in Russland steht der Bau neuer Waffensysteme an. Die Stationierung neuer Atomwaffen in Europa wäre möglich.

Wir wollen:
> Keine neuen Atomwaffen in Europa!
> Erhalt des INF-Vertrages!
> Abzug der US-Atombomben aus Büchel!
> Keine neuen Atombomber für die Luftwaffe!
> Für ein Europa ohne Atomwaffen!
> Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags durch alle Atommächte sowie Deutschland!

Wettrüsten stoppen! Abrüstung schafft Sicherheit!

Die Initiative „Welt ohne Waffen“ und Freunde haben am 6.4.2019 mit einer pazifistischen Performance an der Bauhaus-Parade durch Weimar anlässlich von 100 Jahren Bauhaus teilgenommen.

Unsere Aktion stand unter dem Motto: „Bauhaus raus aus der NATO“.

Eine Friedens-Atombombe (von Nikolaus Huhn) schwebte über den Köpfen. Sie ist vom selben Typ, der in Büchel (Rheinland-Pfalz) von der US-Army in 20-facher Ausführung und mit 80-facher Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe gelagert wird.

Wir waren gekleidet in Kostüme der bildenden Künstlerin Franziska Becher. Mit ihrem Label „Personal Artist“ hat sie eine Berufs-Arbeitsbekleidung für Künstler geschaffen, die den Mythos einer Bauhaustracht aufgreift und zeitgenössisch interpretiert. Sie verbindet es mit einer großen Vision: „Lasst uns eine Künstlerarmee schaffen und die Welt in den Frieden stürzen!“

www.personal-artist.com/

Das Gedicht „Wie weiter“ (aus: „Ein wenig Musik zum Abschied wäre trotzdem nett. Gedichte“, Verlag Edition Azur) der Schriftstellerin Nancy Hünger ertönte aus einem Lautsprecher und lud zum Nachdenken ein.

Wir unterstützen die Forderungen der Kampagne „Büchel ist überall! Atomwaffenfrei.jetzt“:

> Stopp der nuklearen Aufrüstung in Deutschland

> Abzug der Atomwaffen aus Büchel

> Verbot der Atomwaffen

www.atomwaffenfrei.de/

© Copyright Fotos 2019 Jörg Bleicher

Die Initiative „WELT OHNE WAFFEN“ Weimar wird sich im Rahmen der „WOCHE DER DEMOKRATIE“ im Deutschen Nationaltheater mit einem Informationsstand präsentieren. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und unsere Arbeit vorzustellen. An diesem Tag starten wir außerdem eine Umfrage zum Thema Abrüstung, zu der wir Sie herzlich einladen.

Die Initiative „Welt ohne Waffen“ Weimar bemüht sich seit 2013 darum, einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für Frieden, Abrüstung und Entmilitarisierung zu leisten. Trotz der jahrtausendelangen kriegerischen Geschichte der Menschheit sind wir von der Realutopie einer international kontrollierten, vollständigen globalen Abrüstung und Entmilitarisierung überzeugt. Dabei könnte Deutschland als Teil Europas und in Erinnerung an seine militaristische Vergangenheit und Schuld Vorreiter der weltweiten Demilitarisierung werden. Eine Zukunft ohne Krieg gibt es nur in einer Welt ohne Waffen und Militär.

Ort: Foyer des DNT Weimar
Zeit: 09.02.2019, 16-19.30 Uhr

Mehr Informationen zur „Woche der Demokratie“ hier: https://www.nationaltheater-weimar.de/de/index/woche-der-demokratie.php