Der Eintritt ist frei!

Von den Militärstrategien zur Friedenslogik

Friedenspodium mit Daniela Dahn und Roland Vogt

Donnerstag, 1. September 2016, 19 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“, Weimar, Goetheplatz 11

Der moderne, industrielle und automatisierte Krieg befindet sich in seiner Zerstörungskraft und Unberechenbarkeit längst außerhalb der Zivilisation. Wir können uns ökonomisch, ökologisch und sozial kein Militär mehr leisten.

Wie kommen wir aber vom militärischen Denken und Handeln zu einer Friedenslogik, welche die Kooperation über die Konfrontation stellt und die Aufrüstung zur Abrüstung umkehrt?

Flyer downloaden im PDF-Format: 4. Friedenspodium Weimar 2016

4. Friedenspodium Weimar 2016 Titel

4. Friedenspodium Weimar 2016 Info

Es diskutieren mit dem Publikum:

Daniela Dahn lebt als freischaffende Schriftstellerin und Journalistin in Berlin. Sie war 1989 Mitbegründerin der oppositionsgruppe „Demokratischer Aufbruch“. Heute ist sie u.a. Mitglied der internationalen Untersuchungskommission „Grundrecht und Globalisierung“. Sie war Mitherausgeberin der Wochenzeitung „Freitag“ und erhielt u.a. den „Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik“ 1999. Ihre zahlreichen Essay-Bände wie „Vertreibung ins Paradies. Unzeitgemäße Texte zur Zeit“ (1998), „Wehe dem Sieger. Ohne Osten kein Westen“ (2009), oder “Wir sind der Staat“ (2013) enthalten jede Menge geistigen Sprengstoff, um die Zusammenhänge von Hegemonie und Krieg versus Demokratie und Frieden zu diskutieren.

Roland Vogt hat Jura und Politische Wissenschaften studiert. Seit 1975 in der Ökologie- und Friedensbewegung aktiv hat er die Partei DIE GRÜNEN und den Bund für Soziale (= nichtmilitärische) Verteidigung mitgegründet. Als Abgeordneter in der ersten Bundestagsfraktion der GRÜNEN setzte er sich u.a. für Abrüstung und Konversion ein. 1991 – 2006 war er in der Landesregierung Brandenburg für Konversion zuständig. Zur Zeit ist er Mitstreiter der Initiative „Stopp Ramstein Kaiserslautern“ und bringt dort Ideen für die zivile Umwandlung der übermilitarisierten Region Westpfalz ein. Er ist Mitinitiator des 2015 gegründeten „Petra-Kelly-Kreises“ für Frieden und Menschenrechte.

Der Eintritt ist frei!

Weitere Informationen unter:

www.weltohnewaffen.de

kontakt@weltohnewaffen.de

www.facebook.com/weltohnewaffen.weimar

Veranstalter: Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar gemeinsam mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen und DAKT e.V. (Die andere Kommunalpolitik Thüringen)

Anschließend (21 Uhr) besteht die Möglichkeit, den Film „A Man Can Make a Difference“ (Deutschland) im Kommunalen Kino mon ami anzusehen. „Das war kaltblütiger Massenmord und ich kann das beweisen.“ Mit diesen Worten wurde Benjamin Ferencz im Alter von 27 Jahren zum Chefankläger im Nürnberger Einsatzgruppen-Prozess gegen die Mordbanden der SS. „Wir müssen zu Recht und Gesetz zurückkehren anstelle von Kriegen – andernfalls werden wir die ganze Welt zerstören“, lautet seine Vision für ein friedlicheres Zusammenleben.

 

Das Friedenspodium Weimar am 01.09.2016

am Antikriegstag, dem 1. September, fand das 4. Friedenspodium der Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar im Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“ statt. Es waren zwei prominente Gäste eingeladen, die über das Thema „Von den Militärstrategien zur Friedenslogik“ diskutierten. Es waren dies die Schriftstellerin, Publizistin und Trägerin des „Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik „Daniela Dahn und Roland Vogt, der einst mit Petra Kelly und vielen anderen die Friedensbewegung der 70er Jahre in der Bundesrepublik initiierte.

Nach den Statements der Gäste wurde über die Frage diskutiert, welche Möglichkeiten es angesichts von zunehmenden Kriegen und Vertreibungen heute gibt, den Frieden mit zivilen Mitteln zu verteidigen. Die Diskussion im voll besetzten Saal war sehr lebendig, aber nicht kontrovers. Die Teilnehmer kamen zu dem Schluss, dass die Sicherheits- und Militärpolitik der Großmächte nicht durch kleine Kurskorrekturen, sondern durch eine Kehrtwende verändert werden muss: Von einer Politik der Konfrontation zur Kooperation und von der weiteren Aufrüstung endlich zur Abrüstung.

Blick auf das Podium, von links nach rechts. Olaf Weber, Daniela Dahn und Roland Vogt. Foto von Maik Schuck.

 

Es waren etwa 70 Interessierte gekommen, mindestens 10 beteiligten sich aktiv an der Diskussion. Die Resonanz an unserem Thema war sehr groß, in der Tagespresse wurde mit Bild darüber berichtet und der Lokalsender „Radio Lotte“ berichtete in 3 unterschiedlichen Sendungen.

Prof. Dr. Olaf Weber

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

 

Statement von Roland Vogt

Statement von Daniela Dahn

 

 

Wer Zeit hat, sollte am Donnerstag gegen 7.45 Uhr zum Hofeingang des Goethe-Gymnasiums Weimar in die Humboldtstraße kommen.
Am Donnerstag, den 23. Juni wirbt die Bundeswehr einmal mehr für die berufliche Laufbahn in der Bundeswehr. Damit werden die Schüler des Goethe-Gymnasiums einseitig über militärische Mittel der Konfliktbewältigung informiert. Wir kritisieren an dieser Werbekampagne, dass im Gegensatz dazu die Friedenserziehung zu kurz kommt bzw. die vielversprechenden Tätigkeiten der Gewaltprävention  und Konfliktbearbeitung durch Peacemaker überhaupt nicht ins Gespräch kommen.
Der Glaube an die Wirksamkeit von Gewalt muss abgelöst werden von der Überzeugung - und der Erfahrung - , dass gewaltfrei erreichte Vereinbarungen möglich und dauerhafter sind. Es geht darum, in der großen Politik wie in der kleinsten Schule eine neue Friedenskultur zu schaffen.
Die Frage, wie man in der Schule eine gute Atmosphäre erzeugt, in der niemand ausgegrenzt, ausgelacht oder beleidigt wird, findet auch eine Antwort  im Verhältnis der Schule zur Bundeswehr, die zunehmend ihren Sinn aus der Bereitstellung von Feindbildern und Kriegsspielen bezieht.
Wir fordern die Schuldirektoren der Stadt Weimar auf, die Werbungen für die Bundeswehr nicht mehr zuzulassen und stattdessen eine wirksame Friedenspädagogik in den Schulen aufzubauen.
Olaf Weber
Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Vortrag mit Diskussion

Referent: Theodor Ziegler

Freitag, 20. Mai 2016, 19 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“, Weimar

 

Die Zunahme der kriegerischen Konfliktaustragungen mit ihren verheerenden tödlichen und zerstörerischen Auswirkungen erfordert dringend eine Wende in der internationalen Konfliktkultur und Friedenssicherung. Die Verteidigungsministerin setzt jedoch vehement auf einen weiteren personellen und technischen Ausbau der Bundeswehr. Wie könnte eine friedliche Friedenspolitik aussehen, wo gibt es Ansatzpunkte für friedenspolitische Neuorientierungen?

Referent Theodor Ziegler
Referent Theodor Ziegler

Der Referent, Theodor Ziegler, ist ein Friedensaktivist, Friedensforscher und Liedermacher aus Baden-Württemberg. Der Religionspädagoge war ab 1982 Beauftragter für die Kriegsdienstverweigerer in der badischen Landeskirche. Dort gehört er dem Leitungskreis des Forums Friedensethik an, ebenso einer Projektgruppe, die ein Ausstiegsszenario aus der militärischen Friedenssicherung entwirft, gleich dem bereits beschlossenen Atomausstieg. Sein im Jahre 2012 verfasster Text

Ausstieg 2.0 – Nach dem Atomausstieg auch der Ausstieg aus dem Militär?“ war ein vielbeachteter Impuls für die Friedensbewegung, sich auch Gedanken über eine Welt ohne Militär zu machen.

Sei mit dabei & Informiere dich!

Zum ersten Mai hat die Initiative "Welt ohne Waffen" auf dem Marktplatz in Weimar einen Infostand. Ihr könnt von 9-15 Uhr kommen, euch informieren und mit uns über die Themen Abrüstung und Entmilitarisierung austauschen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der zentralen Kundgebung des DGB in Thüringen (deutscher Gewerkschaftsbund).

Wir freuen uns auf Euch und wünschen allen einen friedvollen Start in den Mai.

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar, 25. April 2016

Ein politischer Abend der Initiative „Welt ohne Waffen“, Weimar mit dem Journalisten Kai Ehlers (Hamburg).

Viele Gespräche zur Lage in der Ukraine und in Syrien spiegeln eine Verfassung, in der nicht mehr daran geglaubt wird, überhaupt Wahrheiten erfahren und erkennen oder etwas ändern zu können. Der prominente Autor Kai Ehlers konnte für einen Vortrag zu einem hochinteressanten Thema gewonnen werden. Er kündigt diesen mit folgenden Worten an: ...weiterlesen "Der „Ukraine-Syrien-Komplex“ (Angela Merkel) – oder was will Russland?"

3. Friedenspodium 2015
Auf dem Podium: Robert Zion, Prof. Dr. Olaf Weber, Franzisca Braun, Dr. Christine Schweitzer

Eine Debatte über die Hintergründe von Krieg und Flucht erlebte das Publikum am Dienstag im gut besuchten großen Saal des Mon Ami. Der Gründer der initiative Prof. Olaf Weber forderte zu Beginn der Veranstaltung, die Sicherheit Deutschlands und Europas nicht in neuer Aufrüstung zu suchen, sondern in Vertrauensbildenden Maßnahmen, in neuen Sicherheitsstrukturen und Abrüstung. „Zusätzliche Waffen schaffen zusätzliche Unsicherheit“, sagte er. Künftig gehe es darum, die interventionistische und gewaltbetonte Außenpolitik der selbsternannten „Weltpolizisten“ durch eine auf Ausgleich und Respekt gegründete Friedenspolitik zu ersetzen. ...weiterlesen "3. Weimarer Friedenspodium „Von der militärischen Unsicherheit zur zivilen Sicherheit“"

Die Welt wird durch Kriege und Interventionen immer unsicherer. Die sogenannten aufgeklärten Zivilisationen erhöhen durch ihre Einmischungen in andere Länder die Kriegsgefahr, sie destabilisieren ganze Regionen und befördern den Terrorismus. Zugleich wird an der Rüstungsspirale weiter gedreht. Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte steigen auf eine verantwortungslose Weise.
Diese verhängnisvolle Entwicklung muss gestoppt werden. In der Tradition der Ostermärsche ruft die Initiative „Welt ohne Waffen“ am Gründonnerstag zu einer „Zeit für Frieden und Abrüstung“ auf. Zwischen 11.30 und 13 Uhr stellt die Initiative auf dem Goetheplatz/Ecke Geleitstraße ihre Ziele vor und verteilt Informationsmaterialien zum Thema Friedenssicherung und Abrüstung. Alle sind eingeladen, ihre Befürwortung friedlicher Konfliktbewältigung und Abrüstung zu bekunden und die Initiative zu unterstützen.

Initiative „Welt ohne Waffen“, Weimar
Weimar, den 30.03.2015

2. Friedenspodium Weimar
Podiumsgäste des Friedenspodiums 2014: Lukas Mengelkamp, Prof. Dr. Olaf Weber, Dr. Ute Finckh-Krämer, Prof. Dr. Gernot Böhme

Am Montag, den 1. September 2014 fand im Kulturzentrum mon ami, in Weimar das 2. Friedenspodium statt. Auf der Suche nach einer „Welt ohne Waffen“ sollten die realen Möglichkeiten einer globalen militärischen Abrüstung diskutiert werden.

Die veranstaltende Initiativgruppe hatte im Vorfeld folgende Erklärung veröffentlicht:

Seit dem 1. Friedenspodium im Jahre 2013 ist die Welt nicht friedlicher geworden. Im Gegenteil, zu dem damals dominierenden Krisenherd in Syrien hat sich ein weiterer in der Ukraine, am Rande der EU, aufgetan ...weiterlesen "2. Weimarer Friedenspodium 2014 „Welt ohne Waffen“"

Aufruf

an alle, die sich eine Welt ohne Waffen vorstellen können.

Unter diesem Titel findet am Weltfriedenstag, am Sonntag den 1. September 2013, ein Friedenspodium in Weimar statt. Alle sind eingeladen, die an einer Stärkung der Friedenskräfte und einer globalen Abrüstung interessiert sind.

Beginn: 19 Uhr im Kulturzentrum mon ami

Welt ohne Waffen – Friedenspodium Weimar 2013

Ausgangspunkt für diese Initiative ist die Überzeugung, dass eine Welt ohne Militär möglich ist. Durch die Bündelung der Friedenskräfte ...weiterlesen "Welt ohne Waffen – 1. Friedenspodium Weimar 2013"