Wer Zeit hat, sollte am Donnerstag gegen 7.45 Uhr zum Hofeingang des Goethe-Gymnasiums Weimar in die Humboldtstraße kommen.
Am Donnerstag, den 23. Juni wirbt die Bundeswehr einmal mehr für die berufliche Laufbahn in der Bundeswehr. Damit werden die Schüler des Goethe-Gymnasiums einseitig über militärische Mittel der Konfliktbewältigung informiert. Wir kritisieren an dieser Werbekampagne, dass im Gegensatz dazu die Friedenserziehung zu kurz kommt bzw. die vielversprechenden Tätigkeiten der Gewaltprävention  und Konfliktbearbeitung durch Peacemaker überhaupt nicht ins Gespräch kommen.
Der Glaube an die Wirksamkeit von Gewalt muss abgelöst werden von der Überzeugung - und der Erfahrung - , dass gewaltfrei erreichte Vereinbarungen möglich und dauerhafter sind. Es geht darum, in der großen Politik wie in der kleinsten Schule eine neue Friedenskultur zu schaffen.
Die Frage, wie man in der Schule eine gute Atmosphäre erzeugt, in der niemand ausgegrenzt, ausgelacht oder beleidigt wird, findet auch eine Antwort  im Verhältnis der Schule zur Bundeswehr, die zunehmend ihren Sinn aus der Bereitstellung von Feindbildern und Kriegsspielen bezieht.
Wir fordern die Schuldirektoren der Stadt Weimar auf, die Werbungen für die Bundeswehr nicht mehr zuzulassen und stattdessen eine wirksame Friedenspädagogik in den Schulen aufzubauen.
Olaf Weber
Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar

Vortrag mit Diskussion

Referent: Theodor Ziegler

Freitag, 20. Mai 2016, 19 Uhr

Jugend- und Kulturzentrum „Mon Ami“, Weimar

 

Die Zunahme der kriegerischen Konfliktaustragungen mit ihren verheerenden tödlichen und zerstörerischen Auswirkungen erfordert dringend eine Wende in der internationalen Konfliktkultur und Friedenssicherung. Die Verteidigungsministerin setzt jedoch vehement auf einen weiteren personellen und technischen Ausbau der Bundeswehr. Wie könnte eine friedliche Friedenspolitik aussehen, wo gibt es Ansatzpunkte für friedenspolitische Neuorientierungen?

Referent Theodor Ziegler
Referent Theodor Ziegler

Der Referent, Theodor Ziegler, ist ein Friedensaktivist, Friedensforscher und Liedermacher aus Baden-Württemberg. Der Religionspädagoge war ab 1982 Beauftragter für die Kriegsdienstverweigerer in der badischen Landeskirche. Dort gehört er dem Leitungskreis des Forums Friedensethik an, ebenso einer Projektgruppe, die ein Ausstiegsszenario aus der militärischen Friedenssicherung entwirft, gleich dem bereits beschlossenen Atomausstieg. Sein im Jahre 2012 verfasster Text

Ausstieg 2.0 – Nach dem Atomausstieg auch der Ausstieg aus dem Militär?“ war ein vielbeachteter Impuls für die Friedensbewegung, sich auch Gedanken über eine Welt ohne Militär zu machen.

Sei mit dabei & Informiere dich!

Zum ersten Mai hat die Initiative "Welt ohne Waffen" auf dem Marktplatz in Weimar einen Infostand. Ihr könnt von 9-15 Uhr kommen, euch informieren und mit uns über die Themen Abrüstung und Entmilitarisierung austauschen. Die Aktion steht im Zusammenhang mit der zentralen Kundgebung des DGB in Thüringen (deutscher Gewerkschaftsbund).

Wir freuen uns auf Euch und wünschen allen einen friedvollen Start in den Mai.

Initiative "Welt ohne Waffen" Weimar, 25. April 2016

Die Welt wird durch Kriege und Interventionen immer unsicherer. Die sogenannten aufgeklärten Zivilisationen erhöhen durch ihre Einmischungen in andere Länder die Kriegsgefahr, sie destabilisieren ganze Regionen und befördern den Terrorismus. Zugleich wird an der Rüstungsspirale weiter gedreht. Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte steigen auf eine verantwortungslose Weise.
Diese verhängnisvolle Entwicklung muss gestoppt werden. In der Tradition der Ostermärsche ruft die Initiative „Welt ohne Waffen“ am Gründonnerstag zu einer „Zeit für Frieden und Abrüstung“ auf. Zwischen 11.30 und 13 Uhr stellt die Initiative auf dem Goetheplatz/Ecke Geleitstraße ihre Ziele vor und verteilt Informationsmaterialien zum Thema Friedenssicherung und Abrüstung. Alle sind eingeladen, ihre Befürwortung friedlicher Konfliktbewältigung und Abrüstung zu bekunden und die Initiative zu unterstützen.

Initiative „Welt ohne Waffen“, Weimar
Weimar, den 30.03.2015